Neue Arbeiten

Gerd Mattheis‘ Götterboten: Eine neue Serie von großen Stelen, in denen sich die Zeichenwelt geflügelter Götter und Halbgötter ebenso entfaltet wie die Aspekte einer persönlichen Mythologie. Zeitlos archaische Figurationen wirken wie von fernen Mythologien unterwandert, man glaubt Jagdgöttin Artemis zu erblicken, ebenso den Götterboten Hermes, dem die Feder als Symbol seiner flinken Botenfunktion im Olymp an die Flügelschuhe geheftet ist. Das Symbol des Fliegens verbindet sich in Sagen und Legenden häufig mit dem Göttlichen und hat auch in der modernen Kunst – etwa bei Rebecca Horn, Horst Antes oder Uwe Bremer – seine Spuren hinterlassen. Zwischen den Polen Bewegung und Ruhe verschmilzt Mattheis archaische Symbole und gegenwärtige Göttersymbolik. Seine jahrzehntelange Beschäftigung mit dem Universum, der Kosmologie und Astronomie bildet jenen energetischen Nährboden, auf dem Mattheis beflügelte „Götterboten“ entstehen.“ © Florian L. Arnold