Papierstelen

Schwarz auf Weiss: Erste Stelen In der Werkphase von 1991-95 tritt die surrealistische Grundidee am deutlichsten zutage. Die Körper – Holzgerippe, die mit Papier und Leim beschichtet sind – unterliegen einer reinen schwarz-weiß-Gestaltung. Hälse sind in übernatürliche Länge gezogen, Extremitäten erscheinen klein, stellenweise fast nutzlos. Satire oder Gesellschaftsabbild? Mattheis legt die Schwächen der menschlichen Gesellschaft mit Mitteln von satirischer Überspitzung bloß: Antriebsschwäche und Konfliktfreudigkeit treffen auf Konfliktscheue, Ängstlichkeit und Identitätssuche. Das alles findet im Freiraum für Phantasie, Traum und Interpretation statt. © Florian L. Arnold, 2009